(Eine Erzählung)

Presseecho:

Ihm sitzt nicht nur Schalke im Nacken, sondern auch der Schalk. Deshalb hat sich der aus Gelsenkirchen stammende, in Hallstadt nahe Bambergs wohnende Franz H. Jakubaß hingesetzt und eine der Dorfgeschichten aufgeschrieben, wie sie nicht nur durch fränkische Ortschaften wandern. Mehr noch, er hat daraus eine Erzählung gemacht, voll hintergründigem Humor, aber auch voll Spannung. Sie beginnt zwar nicht mit Es war einmal, doch in der Zeit nach dem Krieg von 1870/71, als in Bayern noch der Kini regierte und eine Menge Geld dafür kassierte, dass er seinen preußischen Vetter zum deutschen Kaiser avancieren ließ.

Aber das ist eine andere Geschichte. Hier geht es um den Landstreicher Willem, den man gerade zu Grabe getragen und selbstverständlich kräftig begossen hat. So hat die arme Seele Ruhe. Denkste. Denn der Staatsanwalt schläft nicht. Und hat seine Methode. Bald hört er, was er unbedingt hören will. Willems Sarg war verdächtig kurz, als ob man ihm einen Kopf kürzer gemacht hätte. Dieser Sache muss der Staatsanwalt auf den Grund gehen, klar: Sogar auf den des Grabes, aus dem er den Sarg holen lässt.
  (Fränkischer Tag, Bamberg, vom 30.10.2204)

Erich Weiß Verlag, Bamberg. ISBN 3-928591-88-6