Johannes Schwanhausen, der Bamberger Reformator
ISBN: 978-3-94045-39-8
Die Entwicklung die zum Bauernkrieg führte, konnte am Hochstift Bamberg nicht vorüber gehen. Hier richtet sich der Unwillen der Bevölkerung vor allem gegen das Domkapitel, das verstanden hatte, die eigene Machtfülle zu stärken und die Befugnisse des Fürstbischofs zu schmälern.
Reformatorisches Gedankengut findet auch in und um Bamberg Gehör und stößt auf offene Ohren. Die Pfarrer von Hallstadt und Memmelsdorf, einige Mitglieder des Bamberger Karmelitenklosters, selbst Angehörige des Domkapitels, sympathisieren mit der neuen Lehre. Johannes Schwanhausen, Chorherr des Kollegiatstiftes von St. Gangolf nahe der Bamberger Theuerstadt, tritt mit reformatorischen Ideen besonders hervor. Er hat in Wittenberg studiert und bekommt wegen seiner sozialkritischen Predigten viel Beifall vom einfachen Kirchenvolk, erregt aber starken Widerspruch beim Domkapitel. Die Geschichte der Reformation in Bamberg ist untrennbar mit seinem Namen verbunden.

