Feuer für die Friedenspfeife
Kurze Inhaltsangabe
(Schwank in 3 Szenen für 3 Schauspielerinnen und 6 Schauspieler)
Zwei Polizisten machen auf einem Rastplatz an der B 605 Pause und essen ihre Brotzeit. Da kommt aus dem Polizeifunk die Nachricht, dass die Sparkasse in Dannerhausen überfallen wurde. Täter seien mit einem roten PKW entkommen, dessen Kühlerhaube beschädigt ist.
Währenddessen kommt ein Mann mit Namen Kuckuck auf den Rastplatz. Als er die Polizisten sieht, macht er fluchtartig mit den Worten Ach, du lieber Gott kehrt. Die Polizisten schöpfen Verdacht und fühlen sich bestätigt, als sie sein Auto sehen. Es weist genau die Beschädigungen auf, die im Polizeibericht genannt wurden.
Der Mann wird verhört und erzählt eine skurrile Geschichte: Ein Indianer sei mit einem Eskimo auf den Rastplatz gekommen, der einen Eisbären an der Leine führte. Als er diesen kurz von der Leine ließ, setzte er sich auf die Kühlerhaube von Kuckucks Auto. In diesem finden die Polizisten einen Damenstrumpf und vermuten, dass er beim Überfall auf die Sparkasse als Maske diente.
Kuckuck beteuert jedoch , er habe den Strumpf von Königin Luise von Preußen bekommen, die mit Richard Nixon vorbei geschaut habe.
Kuckuck macht sich auch mit dieser Aussage verdächtig, in dem Banküberfall verwickelt zu sein, und wird aufs Präsidium gebracht. Dort erhärtet sich der Verdacht. Wegen seiner skurilen Aussagen wird er zunächst an Prof. Spangemacher von der Psychiatrie überwiesen. Der glaubt, einen Irren vor sich zu haben. Seine Assistentin ist anderer Meinung. Sie hat recht Richard Nixon und Königin Luise von Preußen sind Patienten der Psychiatrie, welche sich als Nixon und Königin Luise fühlen und flüchtig waren. Während der Untersuchung durch den Professor und seine Assistentin, tauchen die beiden wieder in der Anstalt auf. Als später noch von der Straße her durch das geöffnete Fenster Marschmusik ertönt, bestätigt sich auch diese Aussage Kuckucks: Ein Zirkus zieht ein. Polizistin Vera aber meldet sich in der Psychiatrie und führt den Indianer Weißes Büffelhorn ein, der Herrn Kuckuck die Kosten für die Beschädigung seines Autos begleichen will.
Kuckuck ist rehabilitiert! Seine unwahrscheinliche Geschichte ist wahr!
Die Personen:
- Herr Kuckuck: Ein gutmütiger Mensch, der allerdings wegen seiner skurillen Erzählungen von seinen Mitmenschen verdächtigt wird, er wolle sie auf den Arm nehmen. Was er erzählt, klingt unwahrscheinlich, ist aber wahr. Man weiß nie, meint er es ernst, oder scherzt er.
- Polizistin Vera
- Polizist Waldemar: Kuckuck kommt ihnen wegen seines beschädigten Autos und wegen seiner unwahrscheinlichen Aussagen verdächtig vor. Sie bringen die Geschichte ins Rollen.
- Polizeiinspektor: Verhört Kuckuck und weiß nicht, ist er ein Simulant oder ein Irrer. Überweist ihn in die Psychiatrie.
- Polizeirat: Ein unsympathischer Vorgesetzter des Inspektors.
- Professor Spangemacher: Der Prototyp eines zerstreuten Professors, aber kein Trottel. Hält Herrn Kuckuck für verrückt. Glaubt, mit Hilfe der von ihm entwickelten Methode der Gesprächsführung ins Unterbewusstsein seines Patienten Kuckuck vorstoßen, um ihn heilen zu können.
- Frau Dr. Plöger: Assistentin von Prof. Spangemacher. Das Gegenteil ihres Chefs. Für Kuckuck ist sie normal, der Professor nicht.
- Herr Seiterle: Patient der Psychiatrie, glaubt, Richard Nixon zu sein.
- Frau Gniffke: Ebenfalls Patientin, fühlt sich als Königin Luise von Preußen
- Weißes Büffelhorn: Ein Indianer.
- Ferner:Ein Eskimo, ein Eisbär (Sie haben für das Spiel eine große Bedeutung. Trotzdem hat der Autor für sie keinen Platz auf der Bühne und lässt sie auch nicht zu Wort kommen.)